Julien Heichelbech

Viola Quartet
"Sur un thème de Stamitz"

Johannes Eva
Benedikt Schneider
Tania Ortiz de Jorge
Julien Heichelbech

Junge Deutsche Philharmonie
31.12.2005

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Victor Hugo 1

Zeichnung von Victor Hugo
Dessin de Victor Hugo
Cahier Oblong, 1856

 

Victor Hugo 1

Zeichnung von Victor Hugo
Dessin de Victor Hugo
Cahier Oblong, 1856

 

Grosse femme
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Dicke Frau
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« Three welsch gypsy musicians, David, Cornelius and Adolphus Wood, playing harp and fiddles of their own construction, before 1914 »
New Grove Dictionary of Music and Musicians

 


Prova d'Orchestra
Ein Auszug aus Fellinis "Orchesterprobe"

Die Bratsche? Ja, das ist auch ein Streichinstrument. Aber wenn es im Orchester eine dumpfe, unpersönliche, farblose Zone gibt, wo sich ein Instrument ohne Charakter, ohne Persönlichkeit offenbart, dann - es tut mir leid, dass ich das so brutal heraussage - ist es die Grauzone der Bratschen. Sie bilden sozusagen den Puffer zwischen Geige und Cello, ohne eine eigene Rolle zu spielen, sie leiden an einer Identitätskrise.
Wenn man die Bratscher richtig ansieht, erkennt man sie sofort, verwaschene Gesichter, an die man sich ohne weitere Merkmale nicht erinnert. Im Orchester stiften sie Verwirrung und Unsicherheit.

Die Bratschen haben den Zweck, die dunklen Tone des Cellos aufzuhellen und die der Geige zu verdunkeln. Es ist die Funktion eines Hilfs-Schiedsrichters, das nimmt ihnen jedes Verantwortungsgefühl.
Und was passiert, wenn man sich nicht verantwortlich fühlt? Man verblödet! Man wird zum Schmarotzer. Die Bratschen sind schlimmer als die Grippe, weil im Orchester Fehler, verspätete Einsatze, Mißtöne ansteckend wirken. Sie breiten sich rasch epidemisch aus, und schließlich patzen alle, der Reihe nach.

 

Orchesterprobe von Fellini ist bei Diogenes (20 319) erhältlich.

 

 

Ritter Fips und das Geigenspiel

Mit falschen Tönen, doch nicht feige,
strich Fips die Saiten seiner Geige,
bis ihm die Mutter sagte: »Fips,
ich tret' nicht gern Dir auf den Schlips,
doch darf ein Fips von Fipsenstein
nicht bloß ein kleiner Geiger sein!
Du bist der Mitwelt Größres schuldig!«
»Na schön«, sprach da der Sohn geduldig,
»ich weiß was Größeres: ich latsche
zu Meister Bim und lerne Bratsche!«

Schlußfolgerung:
Man kann, des größren Hohlraums wegen,
weit mehr noch in ein Cello legen.

Heinz Erhardt

 

 


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Johannes Eva
, Juin 2008